Zecken bei Hunden und Katzen: Krankheitsrisiken, Behandlung und Vorbeugung
Zecken gehören zum Alltag unserer Haustiere. Schon ein einfacher Spaziergang kann ausreichen: Innerhalb weniger Sekunden kann sich eine Zecke an Ihrem Hund oder Ihrer Katze festsaugen, um sich von deren Blut zu ernähren. Vorsicht, der Biss kann in manchen Fällen Krankheiten übertragen. Keine Panik, hier finden Sie die richtigen Maßnahmen und alle praktischen Informationen zur Vorbeugung und Behandlung Ihrer vierbeinigen Freunde.
Die wichtigsten Informationen
➡️ Zecken sind parasitäre Milben, die sich vom Blut von Hunden und Katzen ernähren und bestimmte Krankheiten übertragen können.
➡️ Das Risiko eines Befalls besteht das ganze Jahr über, ist jedoch von April bis September am höchsten.
➡️ Eine Zecke sollte schnellstmöglich mit einer Zeckenzange entfernt werden, um das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern zu verringern.
➡️ Geeignete Parasitenbehandlungen (Tropfen, Halsbänder, Tabletten) beugen Zeckenbefall bei Hunden und Katzen wirksam vor.
Kurzer Überblick über Zecken

Zecken sind keine Insekten, sondern parasitäre Milben, die sich vom Blut von Tieren und manchmal auch von Menschen ernähren. Sie gehören zur selben Familie wie die mikroskopisch kleinen Milben, die im Hausstaub vorkommen.
Im Gegensatz zu Insekten wie Flöhen oder Mücken hat die Zecke im Erwachsenenalter 8 Beine, während Insekten nur 6 haben. Sie fliegen nicht und springen nicht: Sie heften sich an einen Wirt, wenn ein Hund, eine Katze oder ein anderes Tier in der Nähe eines befallenen Gebiets (hohes Gras, Buschwerk, Unterholz) vorbeikommt.
Die bei Hunden und Katzen am häufigsten vorkommenden Zecken gehören insbesondere zur Gattung Rhipicephalus sanguineus, oft als braune Hundezecke bezeichnet.
👉 Weltweit gibt es fast 1.000 Zeckenarten (Quelle: Anses).
Wie ernähren sich Zecken?
Die Zecke verfügt über einen spezialisierten Mundapparat, mit dem sie in die Haut des Tieres beißen und sich dort mehrere Tage lang festsaugen kann.
Wenn sie sich festsaugt:
- steckt sie ihren Rostrum in die Haut,
- gibt sie eine betäubende Substanz ab, damit das Tier den Biss nicht spürt,
- nährt sie sich langsam vom Blut.
Dieser Zeckenbiss kann 2 bis 7 Tage andauern, bis die Zecke ihre Blutmahlzeit vollständig eingenommen hat. Während dieser Zeit wird die Zecke allmählich größer und auf der Haut Ihres Hundes oder Ihrer Katze besser sichtbar.

Lebenszyklus von Zecken und Risikoperioden
Der Lebenszyklus von Zecken verläuft in vier Phasen:
- Ei: Das Weibchen legt mehrere Tausend Eier in der Umgebung (Boden, Vegetation) ab.
- Larve: Nach dem Schlüpfen hat die Larve sechs Beine und sucht sich einen ersten Wirt, um sich zu ernähren.
- Nymphe: Nach einer ersten Blutmahlzeit entwickelt sie sich zur Nymphe (8 Beine) und heftet sich erneut an ein Tier.
- Ausgewachsene Zecke: Sie nimmt ein letztes Mal Nahrung auf, bevor sie sich fortpflanzt und ihrerseits Eier legt.
👉 Dieser Zyklus kann je nach Wetterbedingungen mehrere Monate oder sogar mehr als ein Jahr dauern.
Zu welchen Jahreszeiten können sich Hunde und Katzen mit Zecken infizieren?
Hunde und Katzen können das ganze Jahr über Zecken bekommen.
Allerdings ist das Risiko höher:
- von April bis September, wenn die Temperaturen mild sind,
- im Frühling und Herbst, den idealen Jahreszeiten für ihre Aktivität.
Zecken werden aktiv, sobald dietempérature dépasse environ 7 à 10 °C.


Wo leben Zecken?
Zecken leben nicht ständig auf Tieren. Sie halten sich in der Umgebung auf und warten darauf, dass ein Wirt vorbeikommt.
Man findet sie vor allem in:
- hohem Gras,
- Waldgebieten,
- Feuchtgebieten,
- wenig gepflegten Gärten,
- Naturgebieten wie der Macchia.
Wie lange bleibt eine Zecke haften?
Eine Zecke kann zwischen 24 Stunden und 7 Tagen an der Haut haften bleiben, manchmal auch etwas länger, je nach Entwicklungsstadium und Art.
Durchschnittliche Haftdauer:
- Larve: einige Stunden bis 2 Tage
- Nymphe: 2 bis 4 Tage
- Ausgewachsene Zecke: durchschnittlich 3 bis 7 Tage
Während dieser Zeit saugt sich die Zecke langsam mit Blut voll. Je länger sie festsitzt, desto größer wird sie und desto besser ist sie mit bloßem Auge zu erkennen.

Hunde und Katzen: Durch Zecken übertragene Krankheiten
| Durch Zecken übertragene Krankheit | Mögliche Symptome bei Hunden und Katzen | Risikostufe |
| Piroplasmose (Babesia canis) | Fieber, starke Müdigkeit, Appetitlosigkeit, dunkler Urin, Blutarmut. Diese Krankheit kann schwerwiegend verlaufen, wenn sie nicht umgehend von einem Tierarzt behandelt wird. | ⚠️ Erhebliches Risiko bei Hunden |
| Lyme-Borreliose | Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Hinken, Fieber. Kann Hunde und seltener auch Katzen befallen. Ohne Behandlung kann die Erkrankung chronisch verlaufen. | ⚠️ Mäßiges bis hohes Risiko |
| Ehrlichiose | Fieber, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, Blutbildveränderungen. Kann zu Komplikationen führen, wenn die Infektion nicht behandelt wird. | ⚠️ Ernsthafte Gefahr für Hunde |
| Risiken für Katzen und Hunde | Hautreizungen, lokale Infektionen, Schwächung des Tieres. In einigen Fällen Beeinträchtigung des Nervensystems oder des Allgemeinzustands. | ⚠️ Je nach Gesundheitszustand des Tieres unterschiedlich |
👉 Zecken können auch Menschen beißen und bestimmte Krankheiten übertragen, darunter die Lyme-Borreliose.
27 % der untersuchten Zecken sind Träger von mindestens einem für den Menschen pathogenen Erreger (Quelle: Anses).
Wie lange dauert es, bis eine Zecke eine Krankheit überträgt?
Die Übertragung einer Krankheit durch eine Zecke bei Tieren erfolgt nicht unmittelbar nach dem Biss. In den meisten Fällen muss die Zecke mehrere Stunden lang festgesaugt bleiben, damit die Krankheitserreger in den Organismus des Hundes oder der Katze gelangen können.
Durchschnittliche Übertragungszeit
- Lyme-Borreliose (Borrelia): Die Übertragung erfordert in der Regel eine Anheftungsdauer von 24 bis 48 Stunden.
- Piroplasmose (Babesia canis) beim Hund: Die Übertragung kann je nach Fall innerhalb von 12 bis 48 Stunden erfolgen.
- Ehrlichiose: Die Übertragung erfolgt oft nach mehreren Stunden bis zu einem Tag Anheftung.
👉 Je länger die Zecke festsitzt, desto höher ist das Übertragungsrisiko.
Wo sollten Sie Ihren Hund oder Ihre Katze auf Zecken untersuchen?
Zecken bei Hunden und Katzen heften sich in der Regel an warmen, schwer einsehbaren Stellen fest, an denen die Haut dünn ist. Optisch sehen sie aus wie kleine braune oder graue Kügelchen, die an der Haut haften.
Hier sind die am häufigsten betroffenen Körperstellen:
- die Ohren, insbesondere innen und hinten
- der Hals, unter dem Halsband
- die Achselhöhlen
- zwischen den Pfoten
- der Bauch, vor allem bei kurzhaarigen Hunden
- der Kopf, um den Kiefer oder die Schnauze herum
- um die Augen herum
Gut zu wissen: Zecken kommen am Kopf am häufigsten vor.


Wie sieht ein Zeckenbiss bei Hunden und Katzen aus?
Ein Zeckenbiss kann zunächst unbemerkt bleiben, da der Biss schmerzlos ist. Das charakteristischste Anzeichen ist das Vorhandensein der Zecke selbst. Sie sieht aus wie ein kleines graues, braunes oder schwarzes Kügelchen, das an der Haut haftet.
Anfangs ist sie sehr klein und manchmal mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Nach einigen Stunden oder Tagen, in denen sie sich mit Blut ernährt hat, wächst sie allmählich und kann die Größe einer Erbse erreichen.
Nach dem Entfernen der Zecke kann man eine leichte Hautreaktion beobachten:
- eine kleine rote Beule
- eine leicht entzündete Stelle
- manchmal eine kleine Kruste
- eine lokale Reizung
- eine kleine Wunde an der Bissstelle
Wie entfernt man eine Zecke bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze?
👉 Je früher eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Krankheitsübertragung.
Am sichersten ist es, einen Zeckenentferner oder Zeckenhaken zu verwenden, ein kleines Hilfsmittel, das in Apotheken, beim Tierarzt oder in Zoohandlungen erhältlich ist.
Hier sind die einzelnen Schritte:
- Setzen Sie den Zeckenentferner so nah wie möglich an der Haut Ihres Tieres an.
- Drehen Sie ihn vorsichtig, ohne ruckartig zu ziehen, um die Zecke vollständig zu entfernen.
- Desinfizieren Sie die Stelle nach dem Entfernen mit einem für Tiere geeigneten Desinfektionsmittel.
- Beobachten Sie die Stelle einige Tage lang, um sicherzustellen, dass keine Reizung oder Infektion auftritt.
Nach dem Entfernen können Sie die Zecke töten, indem Sie sie mit einem Taschentuch zerdrückenoir ou un papier. Évitez de le faire à mains nues.


Was Sie nicht tun sollten
Achtung, bestimmte Methoden können die Situation verschlimmern oder das Ansteckungsrisiko erhöhen.
Verwenden Sie nicht:
- Alkohol,
- Äther,
- Chemikalien,
- eine Wärmequelle, um die Zecke zu verbrennen.
Vermeiden Sie außerdem, mit den Fingern daran zu ziehen, da dies die Zecke zerbrechen und den Kopf unter der Haut zurücklassen kann.
Wie entfernt man eine Zecke ohne Zeckenzange?
Eine feine Pinzette kann eine Zeckenzange ersetzen.
So gehen Sie vor:
- Schieben Sie das Fell beiseite, um die Zecke gut sehen zu können.
- Setzen Sie die Pinzette so nah wie möglich an der Haut an, direkt am Kopf der Zecke.
- Ziehen Sie sanft und gleichmäßig, ohne den Hinterleib zu quetschen.
- Desinfizieren Sie die Stelle nach dem Entfernen der Zecke mit einem für Tiere geeigneten Antiseptikum.
- Waschen Sie sich anschließend die Hände.
Ziehen Sie nicht ruckartig, da der Kopf der Zecke sonst in der Haut stecken bleiben könnte.
Wenn Sie keine Pinzette haben, können Sie einen dünnen Faden oder Zahnseide verwenden:
- Machen Sie mit dem Faden eine kleine Schlaufe.
- Schieben Sie die Schlaufe so nah wie möglich an der Haut um den Kopf der Zecke.
- Ziehen Sie sie vorsichtig fest.
- Ziehen Sie langsam und gleichmäßig, bis sich die Zecke löst.
- Desinfizieren Sie die Haut.
Was ist nach einem Zeckenbiss zu tun?

1. Desinfizieren Sie die Bissstelle
Reinigen Sie die Haut nach dem Entfernen mit einem für Tiere geeigneten Desinfektionsmittel. Dadurch wird das Risiko einer Hautinfektion und lokaler Reizungen verringert.
Es kann zu einer leichten Rötung kommen: Dies ist in der Regel normal und vorübergehend.
2. Beobachten Sie den Verlauf in den folgenden Tagen
Beobachten Sie die Bissstelle über mehrere Tage hinweg.
Es wird empfohlen, Folgendes zu überprüfen:
- ob die Haut richtig verheilt
- ob keine starke Schwellung vorliegt
- ob keine ungewöhnlichen Krusten entstehen
- ob sich Ihr Tier nicht übermäßig kratzt
3. Den Allgemeinzustand des Tieres beobachten
Bestimmte durch Zecken übertragene Krankheiten können einige Tage nach dem Biss Symptome hervorrufen.
Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze weniger fit als gewöhnlich wirkt, suchen Sie einen Tierarzt auf.
Wann sollte man einen Tierarzt aufsuchen?
Beobachten Sie nach dem Entfernen der Zecke den Allgemeinzustand Ihres Tieres mehrere Tage lang. Suchen Sie einen Tierarzt auf, wenn Sie Folgendes feststellen:
- eine starke Reizung der Haut,
- stark gerötete oder entzündete Stellen nach dem Entfernen der Zecken.
- Fieber,
- ungewöhnliche Müdigkeit,
- Appetitlosigkeit,
- auffälliges Verhalten (Tier ist weniger aktiv, niedergeschlagen, scheint Schmerzen zu haben),
- Bewegungsschwierigkeiten oder Schmerzen.
Diese Symptome können mehrere Tage nach dem Biss auftreten und mit einer durch die Zecke übertragenen Krankheit zusammenhängen.
Vorbeugungsmaßnahmen gegen Zeckenues

Behandlungen gegen Zecken
Die Wahl hängt vom Alter des Tieres, seiner Lebensweise und den Empfehlungen Ihres Tierarztes ab.
Zu den am häufigsten verwendeten Behandlungen gehören:
- Antiparasitika-Pipetten: Sie werden direkt auf die Haut aufgetragen, in der Regel am Halsansatz, und geben einen Wirkstoff ab, der das Tier mehrere Wochen lang schützt;
- Zeckenhalsbänder: Sie geben nach und nach eine abwehrende oder akarizide Substanz ab, die gegen Zecken wirkt;
- Tabletten: Sie werden oral verabreicht und töten die Parasiten nach dem Biss ab;
- Parasitensprays: Sie sind als Ergänzung nützlich, insbesondere vor einem Spaziergang in einem Risikogebiet. oder ein Stück Papier. Vermeiden Sie es, dies mit bloßen Händen zu tun.
Für gute Hygiene zu Hause sorgen
Ein paar einfache Maßnahmen:
- Waschen Sie regelmäßig Textilien, die mit Ihrem Tier in Kontakt kommen,
- reinigen Sie Schlafplätze, Kissen und Decken,
- pflegen Sie Teppiche und Bereiche, in denen sich Ihr Tier aufhält,
- saugen Sie die Bereiche, in denen sich Ihre Tiere aufhalten.

FAQ
Sind Zecken gefährlich für Tiere?
Eine Zecke bei einem Hund oder einer Katze kann zudem lokale Reizungen oder Infektionen hervorrufen, wenn sie nicht richtig entfernt wird.
Sind Zecken gefährlich für Katzen?
Wie entfernt man eine Zecke bei einer aggressiven oder gestressten Katze?
Wenn Ihre Katze nervös ist:
– Bitten Sie eine zweite Person um Hilfe, um das Tier sanft festzuhalten
– Wickeln Sie Ihre Katze in ein Handtuch, um ihre Bewegungen einzuschränken (die „Kokon“-Technik)
– vermeiden Sie abrupte Bewegungen, die den Stress der Katze erhöhen könnten
sprechen Sie leise, um sie zu beruhigen
Verwenden Sie vorzugsweise eine Zeckenzange, um die Zecke schnell und präzise zu entfernen. Wenn Ihre Katze zu aggressiv wird oder sich die Zecke an einer schwer zugänglichen Stelle befindet (Ohr, Augenlid, Maul), sollten Sie einen Tierarzt konsultieren.
Fallen Zecken von selbst ab?
Kann sich ein Welpe Zecken einfangen?
Welches Tier tötet Zecken?
Welcher Geruch vertreibt Zecken?
– Lavendel,
– Zitronen-Eukalyptus,
– Geranie,
– Zitronengras.
Diese Mittel können ergänzend eingesetzt werden, ersetzen jedoch keine vom Tierarzt verschriebene Parasitenbehandlung.
Was tötet Zecken sofort?
Warum sollte man Zecken nicht zerquetschen?
Der Kontakt mit dem Inhalt der Zecke kann die Übertragung von Bakterien oder Parasiten über die Haut oder kleine Wunden begünstigen. Verwenden Sie am besten ein Taschentuch oder ein Papiertuch, um direkten Kontakt zu vermeiden.
Warum darf man Zecken nicht in die Toilette werfen?
Es ist besser, sie:
– in einem Papiertuch zu zerdrücken,
– in Alkohol zu legen,
– oder in einen verschlossenen Behälter zu werfen.