Die asiatische Hornisse, eine Art Riesenwespe, ist eine invasive Art, die seit 2004 in Frankreich vorkommt. Bevor man Maßnahmen zur Bekämpfung ergreift, sollte man sich vergewissern, dass es sich tatsächlich um dieses Insekt handelt. Farbe, Größe, Unterschiede zu ihrem europäischen Verwandten und zu Hummeln, Form des Nestes … hier sind die richtigen Anhaltspunkte, um sie zu erkennen und festzustellen, ob sich in der Nähe ein Volk befindet.
Die wichtigsten Informationen
➡️ Die asiatische Hornisse ist an ihrem sehr dunklen Körper, dem orangefarbenen Streifen am Hinterleib und ihren gelben Beinen zu erkennen.
➡️ Sie ist in der Regel kleiner als die europäische Hornisse, auch wenn sie im Flug oft massiver wirkt.
➡️ Ihr Nest sieht aus wie Kraftpapier, ist kugelförmig oder oval und hat einen seitlichen Eingang.
➡️ Die Gefahr ist vor allem in der Nähe des Nestes besonders groß: Nähern Sie sich dem Nest nicht und beauftragen Sie immer einen Fachmann mit dessen Beseitigung.
Vorstellung der asiatischen Hornisse
Die asiatische Hornisse, deren wissenschaftlicher Name Vespa velutina lautet, ist eine Art, die ursprünglich aus folgenden Ländern stammt: Afghanistan, Indien, China und Indonesien. Sie wurde Anfang der 2000er Jahre versehentlich nach Frankreich eingeschleppt und hat sich seitdem in fast dem gesamten Staatsgebiet sowie in mehreren europäischen Ländern angesiedelt.

Wie sieht eine asiatische Hornisse aus?
Sie wird auch „Gelbbeinige Hornisse“ genannt – ein Merkmal, das bei der Identifizierung sehr hilfreich ist.
Hier sind ihre Erkennungsmerkmale:
- ein insgesamt sehr dunkler Körper;
- ein schwarzer Brustkorb;
- bräunliche Flügel;
- ein gelb-orangefarbener Streifen auf dem Hinterleib;
- gelbe Beinspitzen.
Ihre Silhouette ähnelt nach wie vor der einer Hornisse: ein kräftiger Körper, eine deutliche Taille zwischen Brustkorb und Hinterleib sowie lange Fühler.
Wie groß ist eine asiatische Hornisse?
Die Größe der asiatischen Hornisse hängt von ihrer Rolle im Schwarm ab. Eine Arbeiterin ist in der Regel etwa 1,5 bis 2,5 cm groß, eine Königin zwischen 2,5 und 3,5 cm.
Die Königin ist größer und kräftiger, vor allem im Frühjahr, wenn sie den Schwarm alleine gründet.
Fotos von asiatischen Hornissen



Welche Unterschiede gibt es zwischen einer asiatischen Hornisse und einer europäischen Hornisse?
Die europäische Hornisse (Vespa crabro) ist eine Art, die in Frankreich seit jeher heimisch ist. Sie ist farbenprächtiger als ihre asiatische Verwandte und spielt im Ökosystem eine wichtige Rolle, indem sie den Bestand zahlreicher Insekten reguliert. Die asiatische Hornisse (Vespa velutina), die erst vor relativ kurzer Zeit hierher gekommen ist, ist hingegen an ihrem dunkleren Körper und ihren gelben Beinen zu erkennen.
Hier sind die wichtigsten Unterschiede zwischen diesen beiden Arten.
| Kriterium | Asiatische Hornisse | Europäische Hornisse |
| Farbe | Überwiegend schwarzer Körper mit einem orangefarbenen Streifen am Hinterleib | Brauner, rotbrauner und gelber Körper, deutlich heller |
| Größe | 17 à 25 mm (ouvrière) ; jusqu’à 35 mm (reine) | 18 bis 35 mm (Arbeiterin); bis zu 35 mm (Königin) |
| Beine | An den Enden gelb | Braun bis rotbraun |
| Bauch | Sehr dunkel mit einem einzigen breiten orangefarbenen Streifen | Gelb mit schwarzen Streifen |
| Nest | Oft hoch oben in den Bäumen, manchmal unter einem Dach oder in einer Hecke | In Hohlräumen: hohle Bäume, Dachböden, Kamine, Schuppen… |
| Comportement | Verteidigt sein Nest aktiv bei Bedrohung und jagt zahlreiche Insekten, insbesondere Bienen | In der Regel unauffällig, wenn er nicht gestört wird, und in der Nähe der Bienenstöcke weniger präsent |

Wie unterscheidet man eine Hornisse, eine Wespe und eine Hummel?
Es ist nicht immer einfach, die drei voneinander zu unterscheiden. Wenn man sich jedoch die Zeit nimmt, sie genauer zu beobachten, sind sie doch sehr unterschiedlich.
- Die Hornisse ist die größte der drei. Ihr Körper ist kräftig, ihre Flügel sind lang und ihr Flug ist kraftvoll. Je nach Art kann sie braun, schwarz oder gelb sein.
- Die Wespe ist kleiner und schlanker. Ihr Hinterleib weist stark kontrastierende gelbe und schwarze Streifen auf, und im Sommer wird sie oft von zuckerhaltigen Lebensmitteln angezogen.
- Die Hummel hat einen gedrungenen, mit Haaren bedeckten Körper. Ihr Flug ist langsamer und geräuschvoller. Sie ist eine besonders nützliche Bestäuberin, die sich ausschließlich von Nektar und Pollen ernährt.
Woran erkennt man ein Nest der asiatischen Hornisse?
Das Nest der asiatischen Hornisse hat eine kugelförmige oder leicht ovale Form. Seine Hülle besteht aus dünnen Schichten zerkauter Holzfasern. Es hat ein „Kraftpapier“-Aussehen, das an Papier oder Pappe erinnert.
Seine Farbe variiert von Beige bis Hellbraun mit dunkleren konzentrischen Streifen. Je nach Entwicklungsstadium kann ein Nest nur wenige Zentimeter groß sein oder am Ende der Saison einen Durchmesser von über 80 cm erreichen.
Ein weiteres Merkmal hilft bei der Erkennung: Der Eingang des Nestes befindet sich an der Seite, im Gegensatz zum Nest der europäischen Hornisse, dessen Eingang oft unterhalb des Nestes liegt.
Im Frühling sind die Nester noch klein und fallen kaum auf. Im Sommer und Herbst werden sie deutlich größer und sind nach dem Laubfall in den Bäumen besser zu erkennen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Primärnest und einem Sekundärnest?
Die asiatische Hornisse baut im Laufe ihres Lebenszyklus zwei Nester.
- Das Primärnest wird von der Königin zu Beginn des Frühlings gebaut.
Es ist klein und hat in der Regel einen Durchmesser zwischen 5 und 15 cm. Man findet es an geschützten Orten wie einem Schuppen, einer Garage, einem Gartenhäuschen, einem Dachvorsprung oder einem kleinen Baum. In diesem Nest legt die Königin ihre ersten Eier ab und zieht die ersten Arbeiterinnen auf. Wenn die Kolonie etwa 200 Individuen erreicht, verlassen die Hornissen dieses Primärnest, um ein größeres zu bauen.
- Das Sekundärnest, das später von den Arbeiterinnen gebaut wird.
Dieses Nest ist wesentlich größer und befindet sich meist in großer Höhe, mehrere Meter über dem Boden, in einem Baum oder unter einem Dach, in einem Schuppen, in Schornsteinen oder seltener in einer Hecke. Die Kolonie lebt dort bis zum Herbst und kann mehrere Tausend Hornissen beherbergen.
Fotos von Nestern asiatischer Hornissen





Welche Rolle spielt die Königin der asiatischen Hornisse?
Genau wie bei den Bienen ist die Königin der Ursprung des gesamten Volkes. Nachdem sie den Winter im Schutz verbracht hat, erwacht die Königin der asiatischen Hornisse zu Beginn des Frühlings aus ihrem Winterschlaf. Sie sucht sich dann einen geschützten Ort, um ein erstes Nest zu bauen, das als Primärnest bezeichnet wird.
Zu diesem Zeitpunkt arbeitet sie allein. Sie baut die ersten Waben, legt ihre ersten Eier (zu Beginn der Saison eines pro Tag), füttert die Larven und sorgt für die Entwicklung der ersten Arbeiterinnen. Mehrere Wochen lang übernimmt sie somit ganz allein alle Aufgaben des Volkes.
Wenn die ersten Arbeiterinnen ausgewachsen sind, übernehmen sie die Aufgaben. Sie vergrößern das Nest, suchen nach Nahrung und kümmern sich um die neuen Larven. Die Königin kann sich dann ausschließlich dem Eierlegen widmen.
Im Laufe der Monate wächst das Volk rasch an. Bis zum Spätsommer kann die Königin mehrere Tausend Hornissen zur Welt gebracht haben. Zu dieser Zeit entstehen auch die zukünftigen Königinnen und Männchen, die das Nest verlassen werden, um sich fortzupflanzen.
Wie viele Königinnen gibt es in einem Nest der asiatischen Hornisse?
Eine einzige Königin leitet das Volk. Die neuen Königinnen schlüpfen am Ende der Saison, verlassen das Nest jedoch nach der Paarung, um den Winter in einem Unterschlupf zu verbringen. Das ursprüngliche Nest wird anschließend nach und nach aufgegeben und im folgenden Jahr nicht wieder genutzt.
Ist die asiatische Hornisse gefährlich?
Die asiatische Hornisse kann gefährlich sein, greift jedoch nicht grundsätzlich Menschen an, denen sie begegnet. Wenn sie weit entfernt von ihrem Nest nach Nahrung sucht, verhält sie sich eher ruhig. Sie wird jedoch aggressiver, wenn man sich dem Kolonie nähert, an einem Ast rüttelt, eine Hecke schneidet oder versucht, das Nest zu zerstören.
Ist die asiatische Hornisse für den Menschen gefährlich?
Die asiatische Hornisse verfügt über einen Stachel, der mit einer Giftdrüse verbunden ist. Sie kann mehrmals stechen, da sie ihren Stachel nach dem ersten Stich nicht verliert.
Stiche der asiatischen Hornisse sind sehr schmerzhaft und verursachen Rötungen und Schwellungen. Schwerwiegende Komplikationen sind zwar selten, können jedoch in folgenden Fällen auftreten:
- bei einer Giftallergie;
- bei mehreren Stichen;
- bei einem Stich im Mund oder im Rachen;
- bei einem Stich im Gesicht;
- bei einer systemischen Reaktion mit Atembeschwerden, Unwohlsein oder Ödemen.
Bei Komplikationen muss sofort die 15 oder die 112 angerufen werden.

Und was ist mit den Tieren?
Die asiatische Hornisse ist als gefürchteter Bienenkiller bekannt. Ihre Anwesenheit übt einen doppelten Druck auf die Bienenvölker aus. Die gefangenen Arbeiterinnen verschwinden, während die anderen Bienen zögern, den Bienenstock zu verlassen, wenn eine Hornisse vor dem Eingang herumfliegt. Sie bringen daher weniger Nektar und Pollen zurück, was das Bienenvolk nach und nach schwächen kann. Die Vorgehensweise der Hornisse ist unaufhaltsam: Vor dem Bienenstock postiert, tötet sie die mit Pollen beladenen zurückkehrenden Bienen und bringt deren Brustkorb ins Nest, um die Larven zu füttern.
Im Schwebeflug etwa zwanzig Zentimeter vor dem Bienenstock-Eingang löst sich eine Arbeiterin der Vespa velutina regelmäßig mit einer anderen ab, um die mit Pollen beladenen Sammlerinnen zu fangen. Die Hornisse tötet die Biene, häutet sie und bringt den Brustkorb ins Nest zurück.
Auch Haustiere wie Hunde und Katzen können gestochen werden, wenn sie versuchen, eine Hornisse zu fangen, oder sich einem Nest nähern. Ein Stich im Mund oder im Hals kann zu einer gefährlichen Schwellung führen. Wenden Sie sich in diesem Fall umgehend an Ihren Tierarzt.

Was kann man gegen asiatische Hornissen tun?
Man muss unbedingt einen Abstand von mindestens fünf Metern zu einem Nest einhalten, Kinder und Tiere fernhalten und niemals versuchen, das Nest selbst zu entfernen oder zu bekämpfen.
Der Einsatz muss einem entsprechend ausgerüsteten Fachmann überlassen werden.
Weitere Informationen: Hornissennest: Was tun, wen anrufen und wie reagieren?